Neues Mitglied: Christoph Mauntel

Wir begrüßen ein weiteres Neumitglied im Brackweder Arbeitskreis: Willkommen, Christoph Mauntel! Vor einiger Zeit schloss er in Heidelberg seine Dissertation zu Praktiken und Narrativen der Gewalt im Spätmittelalter ab, forscht seither zur Geschichte von Konzeptionen der Welt in der zweiten Hälfte des Mittelalters, zunächst am Heidelberger Forschungsprojekt „Weltordnungen„, derzeit an der Universität Tübingen, wo er das Verhältnis zwischen Autorität und Empirie in der Geschichte des Wissens über die Welt in den Blick nimmt. Wir freuen uns sehr, dass er dabei ist!

Neues Mitglied: Silke Schwandt

Wir freuen uns herzlich, dass Silke Schwandt zugesagt hat und nun dem Brackweder Arbeitskreis angehört! Während Ihrer Promotion zum politischen Gehalt des Begriffes virtus in mittelalterlicher Literatur hat sie im Frankfurter Leibniz-Projekt „Politische Sprache im Mittelalter“ des ehemaligen Brackweders Bernhard Jussen mitgewirkt an der Fortentwicklung der innovativen Ansätze Historischer Semantik, nun forscht sie in Bielefeld – der Gründungsstadt des Brackweder Arbeitskreises – zu Rechtsgeschichte und sozialer Dynamik. Willkommen!

Neuer Newsletter

Liebe Kolleg_innen und Freunde,

wir haben in den letzten Monaten nicht nur an der personellen Zusammensetzung unseres Arbeitskreises ordentlich geschraubt, sondern auch an der Technik: Neben diesem Blog haben wir nun auch einen Newsletter aufgesetzt – unter newsletter.brackweder-ak.de kann man sich eintragen. Über den Newsletter werden vor allem Informationen und Einladungen zu unseren Jahrestagungen verbreitet – wir hoffen, Sie und euch dort bald wieder einmal zu sehen!

Neues Mitglied: Philipp Winterhager

Ein weiteres Mitglied der dritten Generation des Brackweder Arbeitskreises steht fest: Wir freuen uns über die Zusage von Philipp Winterhager! Er forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin über migrantische und transkulturell hybride Milieus im frühmittelalterlichen Rom. Als Archäologe und Historiker mit hervorragenden Griechisch-Kenntnissen und innovativen Ansätzen passt er sehr gut zu unserem Kreis. Willkommen!

22. Jahrestagung „Wirtschaften in der Vormoderne“, 20.–21.11.2015, Zürich

20.-21. November 2015, Universität Zürich

Organisation: Nathalie Büsser und Claudia Moddelmog

Tagungskonzept

Seit den 1980er Jahren und mehr noch seit dem Ausbruch der Banken- und Finanzkrise von 2007 dominieren ökonomische Argumente und Handlungsanweisungen Politik und Öffentlichkeit. Gleichzeitig streiten die Wirtschaftswissenschaften wie schon lange nicht mehr über ihre Theorien und Methoden. Laufend drängen neue Gegenwartsanalysen auf den Buchmarkt, die sich mit Wachstumsgrenzen und Nachhaltigkeit („neue Wachstumsdebatte“) sowie Vermögensverteilung, Ungleichheiten und Schulden auseinandersetzen, und führen regelmäßig die Bestsellerlisten an. In den westlichen Industrieländern erprobt derweil eine wachsende Zahl von Menschen alternative Formen wirtschaftlichen Handelns – von Sharing Economy über Tauschkreise bis zum Konsumverzicht.

Die Ökonomisierung des Alltags hat auch die wissenschaftliche Forschung zur Vormoderne erfasst, allerdings mit einiger Verzögerung. Mit dem cultural turn in der Geschichtswissenschaft wurde das Wirtschaftliche uninteressant, derweil das Individuelle und die „weichen“ Symbolisierungen in den Vordergrund gestellt wurden. Während die Wirtschaftswissenschaft in der Folge ihre Theorien und Methoden wenigstens partiell kulturwissenschaftlich erweiterte, verschloss sich die marginalisierte Wirtschaftsgeschichte im deutschsprachigen Raum lange Zeit den neuen Ansätzen. Nicht zuletzt war der Niedergang der Wirtschaftsgeschichte institutioneller Natur: Lehrstühle für Wirtschaftsgeschichte verschwanden, und gerade zur Vormoderne sind fundierte wirtschaftshistorische Forschungen rar geworden.

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